Tragbarer Heiligenschein
Kennen Sie das?
Sie ärgern sich über jemanden, der ständig zu spät kommt.
Aber wenn Sie selbst zu spät kommen, gibt es natürlich einen guten Grund.
Sie finden es unmöglich, wenn andere nicht zuhören.
Und merken vielleicht erst später, dass Sie selbst während des Gesprächs schon die nächste Antwort vorbereitet haben.
Sie wünschen sich Ehrlichkeit von anderen.
Aber wie ehrlich sind Sie eigentlich mit sich selbst?
Wir haben Maßstäbe. Und wir haben Ausnahmen.
Für andere gelten oft klare Regeln.
Für uns selbst gibt es Gründe, Erklärungen und besondere Umstände.
Wenn jemand egoistisch handelt, ist er rücksichtslos.
Wenn wir selbst dasselbe tun, mussten wir eben auf uns schauen.
Wenn jemand seine Fehler nicht eingesteht, ist er uneinsichtig.
Wenn wir selbst einen Fehler machen, war die Situation kompliziert.
Das ist menschlich. Und genau deshalb ist es interessant.
Denn Selbstreflexion beginnt nicht dort, wo wir erkennen, was andere falsch machen.
Sie beginnt dort, wo wir bereit sind, dieselben Maßstäbe auch auf uns selbst anzuwenden.
Das Problem – Der blinde Fleck
Wir alle haben ein Bild davon, wie wir gerne wären.
Fair. Ehrlich. Tolerant. Verantwortungsbewusst. Respektvoll.
Doch zwischen dem Menschen, für den wir uns halten, und dem Menschen, der wir in bestimmten Situationen tatsächlich sind, kann ein Unterschied liegen.
Nicht, weil wir schlechte Menschen wären.
Sondern weil wir unser eigenes Verhalten naturgemäß aus einer anderen Perspektive betrachten.
Wir kennen unsere Motive. Unsere Ängste. Unsere Geschichte. Unsere guten Absichten.
Bei anderen sehen wir häufig nur das Ergebnis.
Wir beurteilen andere nach ihrem Verhalten und uns selbst oft nach unseren Absichten.
Und genau dort entstehen die kleinen Widersprüche, die Beziehungen belasten und persönliches Wachstum verhindern können.
Die entscheidende Frage
Was wäre, wenn wir uns selbst gelegentlich so ehrlich begegnen würden, wie wir andere beurteilen?
Nicht, um uns zu verurteilen.
Nicht, um uns kleinzumachen.
Sondern um genauer hinzusehen:
- Wo verlange ich von anderen etwas, das ich selbst nicht einhalte?
- Wo rechtfertige ich mein Verhalten, während ich dasselbe Verhalten bei anderen kritisiere?
- Wo halte ich an einem positiven Selbstbild fest, obwohl mein Handeln gerade etwas anderes zeigt?
- Und wo wäre es an der Zeit, mir selbst einzugestehen: Da war ich nicht ganz so, wie ich gerne wäre.
Denn echte Selbstreflexion bedeutet nicht, sich selbst schlechtzumachen.
Sie bedeutet, sich selbst nichts vormachen zu müssen.
Die Lösung – Der Tragbare Heiligenschein
Genau aus diesem Gedanken entstand der Tragbare Heiligenschein.
Ein ungewöhnliches Reflexionsobjekt, das mit Humor auf eine sehr menschliche Eigenschaft aufmerksam macht:
Wir sehen die Fehler anderer oft schneller als unsere eigenen.
Der Heiligenschein kann getragen, im Raum platziert oder einfach als visueller Anker im Alltag verwendet werden.
Er erinnert an eine einfache, aber wirkungsvolle Frage:
Lebe ich eigentlich selbst nach den Maßstäben, die ich an andere anlege?
Dabei geht es nicht um Schuld oder Selbstverurteilung.
Es geht um einen Moment der Ehrlichkeit.
Um das bewusste Erkennen eigener Widersprüche.
Und um die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen, ohne sich dafür selbst verurteilen zu müssen.
Eine kleine Reflexionsroutine
Der Tragbare Heiligenschein kann beispielsweise am Ende des Tages zum Einsatz kommen.
Ein kurzer Moment, in dem Sie sich fragen:
Wo war ich heute authentisch?
Wo habe ich von anderen etwas erwartet, das ich selbst nicht gegeben habe?
Wo habe ich mich gerechtfertigt, statt ehrlich hinzusehen?
Es geht nicht darum, jeden Tag perfekt zu sein.
Es geht darum, sich selbst immer besser kennenzulernen.
Denn wer sich selbst ehrlich begegnet, muss seine Energie immer weniger dafür verwenden, das eigene Selbstbild zu verteidigen.
Mehr als ein Designobjekt
Der Tragbare Heiligenschein verbindet Design, Psychologie und Philosophie mit einem Augenzwinkern.
Er macht ein abstraktes Thema sichtbar: die menschliche Tendenz zur Selbstrechtfertigung und zur unterschiedlichen Bewertung von sich selbst und anderen.
Als Objekt im Alltag schafft er einen kleinen Moment des Innehaltens.
Eine Erinnerung daran, dass Selbstreflexion nicht nur bedeutet, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen.
Sondern auch, die eigene Verantwortung ehrlich anzusehen.
Vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:
„Warum sind die anderen so?“
Sondern manchmal:
„Und welchen Anteil habe ich eigentlich daran?“
Wer steckt dahinter?
Ich bin Petar Grubor und beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Selbstreflexion.
Mit Alltagsprodukte möchte ich neue, unkonventionelle Wege anbieten, um psychologische und philosophische Themen auf einfache, greifbare und alltagstaugliche Weise erfahrbar zu machen.
Denn manchmal braucht es keine komplizierte Methode.
Manchmal reicht ein kleiner Heiligenschein, um sich selbst eine ehrliche Frage zu stellen.